Herr Fuhrig verlässt uns auf eigenen Wunsch. Wir bedauern seinen Weggang und wünschen ihm einen weiterhin erfolgreichen Berufs- und Lebensweg.
Ort, Datum, Unterschrift, Rang/Position
Kommentar:
Die Beurteilung dieses Zeugnisses ist nicht einfach. Unübersehbar ist die Mühe, die sich der Arbeitgeber mit der Aufgabenbeschreibung gemacht hat, die ausführlich, präzise und gut gegliedert ist. Hiermit korrespondiert die sehr positive Bewertung von Einarbeitung, Arbeitsweise und Führung ("schnell einzuarbeiten", "wache Intelligenz", "Arbeitsinteresse, Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit, Selbstlosigkeit, Verantwortungs- und Kostenbewusstsein überdurchschnittlich".
In deutlichem Gegensatz dazu steht die Leistungsbewertung: "stets zu unserer Zufriedenheit" = befriedigend. Wie ist dieser Widerspruch zu erklären? Die Antwort ist einfach: Er war zu kritisch, "funktionierte" nicht ganz im Sinne des Unternehmens und war als ein solcher "unbequem".
Dass ihm für die Mitarbeit nicht gedankt wurde, scheint dies zu bestätigen, allerdings ist der Ausdruck des Bedauerns über seinen Weggang ehrlich und die sehr guten Zukunfts- und Erfolgswünsche ("einen weiterhin erfolgreichen Berufs- und Lebensweg") wohl Ausdruck von schlechtem Gewissen, keine bessere Leistungsnote gegeben zu haben.
Fazit:Kein schlechtes, aber auch kein gutes Zeugnis; dennoch dürften die positiven Punkte offensichtlich genug sein, Herrn Fuhrig zu einem Bewerbungsgespräch einzuladen; hier muss sich dann aber erweisen, ob die Leistungsbewertung wirklich nur eine subjektive oder nicht doch tatsächlich nur durchschnittlich ist.
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