Die Zeugnissprache nicht beherrschende Arbeitgeber und Arbeitnehmer können dagegen
leicht in die Irre geführt werden, schenken sie einem anerkennend und wohlwollend klingenden Zeugnis Glauben. Überliest man versteckte Hinweise auf Mängel, hat ein Arbeitgeber den Schaden, wenn er diesen Mitarbeiter einstellt.
Umgekehrt wird eine Bewerberin auf eine Stelle sich wundern, laufend Absagen zu erhalten. Generell gilt: Gute Zeugnisse zeichnen sich durch nachdrücklich (nicht: übertrieben) positive Wortwahl aus. Verzicht auf Adjektive, die den wohlwollenden Grundton verstärken, gar Weglassen von Aussagen über erwartete Leistungen oder Verhaltensweisen entwerten ein Zeugnis bis hin zu ungenügender Gesamteinschätzung.