Eines ist klar: Die Veränderungen der Berufslandschaft machen auch vor den bestehenden Aus- und Weiterbildungsstrukturen nicht Halt: Denn in dem Maße, wie sich die Berufs- und Ausbildungsprofile, aber auch die Arbeitsstrukturen (Arbeitszeiten, Anstellungsdauern, Tarifverträge u. Ä.) verändern, stehen die Bildungseinrichtungen und ihre Lehrkräfte vor einem enormen Anpassungsdruck.
Dabei ist folgender Trend abzusehen: Vor allem aufgrund der wachsenden Bedeutung projektbezogener Zeitverträge und des damit verbundenen häufigen Stellenwechsels mit unterschiedlichen Anforderungen wird sich unser Bildungssystem mehr und mehr modularisieren. Das heißt: Betriebe, Fach- und Hochschulen werden sozusagen nur noch das Fundament legen, die konkrete berufliche Ausgestaltung erfolgt dann im Beruf selbst (Einarbeitungsphase) sowie in (privaten) Fort- und Weiterbildungsinstituten.