Um aus einem Trendberuf einen Ausbildungsberuf zu machen, stellen sich nach wie vor eine Vielzahl bürokratische und arbeitsrechtliche Hindernisse in den Weg. Jedoch ist vor übereifriger Entrümpelung zu warnen:
Es gibt leider keine Garantie dafür, dass die neu entstehenden Modejobs von Dauer sind. Was hat man beispielsweise von einem Ausbildungsberuf "Privat Invention Scout", wenn er in einem oder zwei Jahren wieder vom Markt verschwunden ist?
Einen Königsweg gibt es nicht. So beschäftigt sich derzeit die Bundesanstalt für Arbeit mit dem Versuch, aus der Vielzahl der Einzelberufe so genannte Kern-Berufe herauszudestillieren. Mit anderen Worten: Man ist darauf aus, die unterschiedlichsten Tätigkeitsfelder auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen und so genannte Job-Familien zu bilden. Klingt plausibel; da aber täglich neue Berufe entstehen und verschwinden, ist dies sicherlich so etwas wie eine Sisyphos-Arbeit - Fehlschläge garantiert.
Der andere Weg besteht im Durchboxen des Einzelberufs durch die Instanzen. Auf diese Variante hat sich beispielsweise der Deutsche Direktmarketing Verband (DDV) hinsichtlich des Database-Kaufmanns eingelassen. Geschätzter Bedarf: 50.000 Arbeitskräfte; Ende des Projekts: offen.