Ein weiterer Fehler, der in Preisverhandlungen oft gemacht wird, besteht darin, die eigene Erfahrung im Umgang mit Geld zur Grundlage der Argumentation zu machen. Der Vorteil, den man sich davon erhofft, liegt auf der Hand: Was einem selbst vertraut ist, lässt sich leicht, sicher und mit Nachdruck vertreten. Was also soll daran verkehrt sein?
Was diese Vorgehensweise verkennt ist die Tatsache, dass Ihre Erfahrungen im Umgang mit Geld mit Sicherheit andere sind, als die Ihres Verhandlungspartners. Mit anderen Worten: Ihre Befürchtung, dem anderen mit einem zu hohen Preis zu schaden, verkennt, dass der Gegenseite die ihr angebotene Leistung viel Geld wert ist.
Machen Sie sich also klar, dass der Umgang mit Geld eine Sache der persönlichen Erfahrung ist: Bei allem, was ein Mensch käuflich erwirbt, will er das Gefühl haben, das Richtige gekauft zu haben. Verstärken Sie bei der Gegenseite genau dieses Gefühl, statt Ihre Strategie darauf auszurichten, möglichst "preiswert" zu sein.