Vor dem Abschluss sollten Sie kurz in sich gehen. Sie sollten absolut sicher sein, dass nicht Ihre persönlichen Gefühle Ihr Urteil und Ihre Entscheidungen beeinflusst haben. Was hat Ihr Handeln bestimmt: Waren Sie auf den höheren Preis wirklich nur wegen des Gewinns aus, oder nicht doch eher, weil Sie der Gegenseite beweisen wollten, dass Sie sich nicht an die Wand drücken lassen?
Oder umgekehrt: Haben Sie wirklich nur deshalb so weit nachgegeben, weil es Ihnen um den Auftrag ging (der nicht nur interessant ist und Ihr Renommee steigert, sondern trotzdem noch genug für Sie abwirft), oder wollten Sie sich Ihren Kollegen, Bekannten oder der Firma gegenüber nur keine Blöße geben? Sind Sie vielleicht doch nur den Weg des geringsten Widerstandes gegangen?
Sie müssen sich im Klaren sein, dass mit dem Abschluss der Verhandlung das Ergebnis weitgehend unverrückbar feststeht: Nachträgliche "Verbesserungen" durch späteres Nachverhandeln sind nämlich keine solchen, sondern meistens das Gegenteil - von Ihrer Glaubwürdigkeit in künftigen Verhandlungen ganz zu schweigen.