Auch die langwierigste Gehaltsverhandlung geht einmal zu Ende - ob erfolgreich oder nicht, so viel ist hoffentlich klar geworden, hängt weitgehend von Ihnen ab. Grundsätzlich erhalten Sie jetzt innerhalb der nächsten Tage entweder ein Schreiben der Personalabteilung, in dem Ihr neues Gehalt bestätigt wird. Sollte das nicht der Fall sein oder Ihr Vorgesetzter den versprochenen Termin für eine Rückmeldung nicht einhalten, erkundigen Sie sich nach den Gründen. Maximal drei Wochen Verzögerung können Sie ihm dabei zugestehen; wahrscheinlich hatte er zwischenzeitlich wichtige andere Aufgaben zu erledigen, oder ein Ansprechpartner, der über die anstehende Gehaltserhöhung mitentscheidet, ist plötzlich erkrankt.
Es kann Ihnen allerdings auch passieren, dass Ihre Forderung rundweg abgelehnt wird. Doch auch das ist kein Anlass, die Flinte ins Korn zu werfen: Gehen Sie stattdessen zu Ihrem Vorgesetzten und fragen Sie freundlich nach den Gründen. Normalerweise sollte er Ihnen erklären können, welche übergeordneten Erwägungen gegen eine Gehaltserhöhung sprechen.
Halten Sie das Ergebnis dieses Gesprächs (wie zuvor auch das der Gehaltsverhandlung) schriftlich fest, um sich für zukünftige Verhandlungen daran zu orientieren. Gewöhnlich fallen Ihnen schon dabei Schwächen in Ihrer Argumentation (oder tatsächliche Leistungsmängel) auf, die das Scheitern erklären, sich aber recht einfach abstellen lassen. Dann haben Sie beim nächsten Mal bestimmt bessere Chancen. Möglicherweise erhalten Sie auch nur den lapidaren Hinweis "Diesmal nicht". Das dürfen Sie durchaus als Ermutigung für einen neuen Anlauf verstehen. Nach dem geeigneten Zeitpunkt sollten Sie sich am besten sofort erkundigen - und bis dahin besonders fleißig arbeiten.
Drei Fehler dürfen Sie bei einer Ablehnung auf keinen Fall begehen.