So wichtig es ist, stets an der Stärkung Ihrer eigenen Position zu arbeiten, so wichtig ist es zugleich, die Position der Gegenseite zu schwächen. Auch hierfür gibt es verschiedene Taktiken, die den Einfluss der anderen Seite auf die Verhandlung reduzieren oder deren Einflussnahme verhindern.
Das ist nun deshalb ein besonders heikles Thema, weil Ihnen in diesem Ratgeber auf Schritt und Tritt der (richtige) Hinweis begegnet, Kränkungen, Herabsetzungen oder Beleidigungen der Gegenseite tunlichst zu vermeiden, weil Sie damit einen erfolgreichen Vertragsabschluss verhindern oder erschweren. Genau solcher Verhaltensweisen bedienen sich aber die meisten Taktiken, die auf die Schwächung der Gegenseite zielen.
Wie lässt sich dieser Widerspruch lösen? Sicher nicht, indem Sie alle guten Ratschläge in den Wind schlagen und wild drauflos schießen. Sicher aber auch nicht, indem Sie solche Druckmittel erst gar nicht ins Kalkül ziehen. Weit Erfolg versprechender ist es, wenn Sie sich stets auf die Sache konzentrieren und von Fall zu Fall überlegen, wo Sie gezielt und dosiert "kleine oder größere Spitzen" einsetzen können, mit denen Sie die Position der Gegenseite unmerklich, aber nachhaltig untergraben.
Aber auch hier gilt: Seien Sie ein fairer Gegner, verfahren Sie nicht hinterrücks oder heimtückisch, und präsentieren Sie sich nach dem Motto "Wer austeilt, der muss auch einstecken können".