Eine Tagesordnung hat zwei wichtige Funktionen:
1) Sie fasst Ihre inhaltliche Vorbereitung zusammen. Indem Sie nämlich den Ablauf der Sitzung planen und die anstehende Verhandlung in einzelne Punkte oder Schritte gliedern, müssen Sie alles Material, das Sie gesammelt haben, ebenso wie die Zielvorgaben, die Sie sich stellen, sortieren, in eine zeitliche Abfolge bringen und jeden einzelnen Punkt auch sprachlich zusammenfassen und auf eine griffige Formel bringen. Das präzisiert zugleich auch Ihre strategischen Überlegungen.
2) Mit einer guten Tagesordnung, die immer auch eine realistische und saubere Zeitplanung umfasst, können Sie eine Verhandlung gewissermaßen prägen, ihr Ihren Stempel aufdrücken. Und: Die Gegenseite merkt, dass Sie es ernst meinen.
Wichtig ist, dass Sie vor Verhandlungsbeginn die Zustimmung aller Teilnehmer (auch der Gegenseite!) zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung einholen. Solche Vorgespräche können Ihnen übrigens wichtige Hinweise über Strategie und "Gestimmtheit" der anderen Seite geben.