Auch wenn es im Zeitalter der "flachen Hierarchien" und des locker-flockigen Umgangstons altmodisch anmutet - achten Sie unbedingt darauf, dass Sie Ihr Anliegen formal korrekt vorbringen.
Das fängt bereits bei der Wahl des Gesprächszeitpunkts an: Wer seinen Chef beim Betriebsausflug mit den Worten "Wir müssten übrigens mal über eine Gehaltserhöhung reden" überfällt, ist selbst schuld, wenn sich dieser sperrt. Schließlich dient die Veranstaltung der Verbesserung des Betriebsklimas; daher ist es unklug, potenziell konfliktträchtige Themen anzusprechen. Auch wer den zuständigen Vorgesetzten nach Feierabend vor dem Fahrstuhl oder auf dem Parkplatz abfängt, wird normalerweise mit dem Hinweis beschieden, sich gefälligst einen Termin geben zu lassen.
Einige Experten wollen wissen, dass Montage und Freitage für Gehaltsverhandlungen besonders ungünstig sind, weil die meisten Menschen dann ans zurückliegende bzw. kommende Wochenende denken. Ob dies den Tatsachen entspricht, lässt sich leider nicht klären - Fakt ist aber, dass viele Vorgesetzte an diesen Tagen ohnehin nicht abkömmlich, da mit Planungsaufgaben und Konferenzen ausgelastet oder schlicht auf Geschäftsreise sind.