Vorstellungsgespräch

Das BewerbungsABC

Bewerbungsmappe erstellen lassen

An Ihren Vortrag knüpfen nun die Fragen zu
Ihrer Person, Ihrem Werdegang, Ihren beruflichen Fähigkeiten
sowie Ihren beruflichen und privaten Ambitionen und Neigungen,
auf die Sie sich ebenfalls gründlich vorbereiten sollten. Die
am häufigsten gestellten sind:

1) Weshalb wählten Sie diesen Beruf/Ausbildungsweg? Weshalb
möchten Sie gerade zu uns? Was interessiert Sie an der
Position am meisten, was weniger? Wie steht Ihr Partner/Ihre
Familie zu der Entscheidung?

2) Was wissen Sie über unser Unternehmen? Welche besondere
Qualifikation besitzen Sie für die Stelle? Wie würde ein guter
Freund Sie beschreiben? Nennen Sie Ihre größten Erfolge!

3) Wie würden Sie Schwachpunkte in Ihrem Lebenslauf
beschreiben? Was möchten Sie in fünf Jahren tun? Worauf legen
Sie Wert in Ihrem Beruf? Was mißfiel Ihnen bei Ihrer letzten
Tätigkeit? Wieviel möchten Sie verdienen? Wie lange werden Sie
brauchen, bis Sie richtig eingearbeitet sind?

Schreiben Sie Ihre Gedanken auf und versuchen Sie sie, zu
ordnen. Und: Inszenieren Sie mit guten Freunden
Gesprächssituationen. Indem Sie Ihre Gedanken vor anderen
aussprechen, merken Sie am besten, wo Sie stocken und welche
Formulierungen linkisch und wenig überzeugend klingen oder wo
Sie sich möglicherweise widersprechen.

Für das Vorstellungs- oder Bewerbungsgespräch gilt wie für
ein Verkaufsgespräch: Äußern Sie Ihre Argumente nicht zu früh
und heben Sie sich das beste zum Schluß auf. Rechnen Sie
damit, daß Ihr Gegenüber versuchen wird, Ihr schwächstes
Argument zu kritisieren. Sehen Sie aber in möglichen Einwänden
Ihres Gesprächspartners auch eine Chance! Hinter jedem echten
Einwand steckt Interesse oder der Wunsch nach einer
Verständnishilfe.

Zwei Dinge sind besonders wichtig. Erstens: Äußern Sie
möglichst keine Werturteile. Ist es unumgänglich (etwa, indem
Sie nach einer Einschätzung gefragt werden), prüfen Sie
zunächst, wann und wo solche Urteile gerechtfertigt
erscheinen, und äußern Sie dann Ihr Urteil in Formulierungen
wie "einerseits ... andererseits ...".

Zweitens: Urteilen Sie niemals negativ über frühere Chefs
und ehemalige Kollegen. Hegen Sie im Inneren noch einen Groll
gegen jemanden, dann arbeiten Sie unbedingt während Ihrer
Vorbereitungsphase daran, ihn loszuwerden.

Bereiten Sie sich genauso gründlich auf Fragen vor, die Sie
an Ihren Gesprächspartner haben. Schließlich müssen Sie ja
herausfinden, ob die angebotene Stelle die richtige für Sie
ist. Stellen Sie Fragen zum künftigem Arbeits- und
Verantwortungsbereich, zu Aufstiegs- und
Qualifizierungsmöglichkeiten, zu Kollegen und Vorgesetzten.
Sie haben ja umfangreiche Informationen zum Unternehmen
gesammelt. Durch konkrete Fragen zu einzelnen
Geschäftsbereichen oder künftigen Entwicklungen des
Unternehmens, können Sie zeigen, daß Sie über die Firma, in
der Sie arbeiten möchten, informiert sind.

Bereiten Sie sich gut auf die Frage nach Ihren
Gehaltsvorstellungen vor. Nennen Sie die Gehaltsvorstellung,
die Sie im Anschreiben (Anschreiben, Inhalt) entwickelt haben.
Machen Sie sich auch Gedanken über zusätzliche Leistungen wie
Dienstwagen, betriebliche Altersversorgung und Einnahmen aus
Mitarbeiterbeteiligungen. Bedenken Sie: Die Summe aller
künftigen Leistungen und Bezüge sollte sich angemessen an den
marktüblichen Gehältern und Ihrem Leistungsvermögen
orientieren. Auskünfte über übliche Gehälter erfahren Sie über
die Berufsverbände. Äußern Sie Ihre Gehaltsvorstellungen mit
fester Stimme, ohne einzuschränken, zu relativieren oder sich
zu rechtfertigen. Geben Sie auf Wunsch Erläuterungen und
Begründungen.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite enthalten keine rechtsverbindlichen Auskünfte und ersetzen somit keine Rechtsberatung.

Quelle: JOBworld