Dennoch ist es gerade für Berufseinsteiger und -rückkehrer oft genug schwierig, ihren Marktwert zu bestimmen. Vor allem Frauen, die nach einer längeren Erziehungsphase wieder ins Arbeitsleben zurückkehren, plagt häufig eine gewisse Unsicherheit, weil sie als "Familienmanagerinnen" vermeintlich weniger Energie ins Unternehmen einbringen als ihre männlichen Kollegen.
Zum Glück gelten solche Vorstellungen heute jedoch weitgehend als antiquiert. Hilfe bieten in all diesen Fällen die im Kapitel "Die Strategie" aufgeführten Informationsmedien.
Wer seinen Arbeitsplatz wechseln möchte, hat es hingegen etwas leichter.
10 bis maximal 20 Prozent mehr Einkommen als bisher können Sie in Ihrem neuen Job schon erwarten. In jedem Fall gilt auch im Bewerbungsgespräch die eiserne Grundregel, niemals, wirklich niemals zuerst über Ihr künftiges Gehalt zu sprechen: Wenn Sie es tun, erscheinen Sie als geldgierig, ja schlimmer noch, Sie zeigen, dass Sie an der Tätigkeit selbst im Grunde desinteressiert sind.
Zudem brauchen Sie auch deswegen nicht zu drängen, weil Ihr Gegenüber das Thema "Bezahlung" früher oder später von selbst anschneiden wird - wenn nicht in diesem, dann im nächsten Auswahlgespräch, zu dem Sie dann hoffentlich wieder eingeladen werden.
Der kritische Punkt im Bewerbungsgespräch ist meistens erreicht, wenn Ihr Verhandlungspartner fragt "Was verdienen Sie zur Zeit?" bzw. "Was möchten Sie denn bei uns verdienen?". Hier kommt es darauf an, sich nicht zu "verplappern", d. h. nicht zu viel über die bisherige Situation und/oder Ihre Wünsche zu verraten.